Lernpfad Datentypen

Datentypen & Datenstrukturen

Zahlen darstellen, Daten ordnen – verstehen, ausprobieren und üben.

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Etappe 1

Vom Binärsystem zu Datentypen

Du kennst bereits die Stellenwerte 1, 2, 4, 8 …: 0101₂ = 4 + 1 = 5. Dabei liest du die Bits als eine ganze Zahl ohne Vorzeichen. Wie speichert der Computer aber −5 oder 5.5?

Im Speicher gibt es nur Nullen und Einsen. Ein Minuszeichen oder ein Komma kann dort nicht einfach als zusätzliches Zeichen stehen. Deshalb vereinbaren wir, was bestimmte Bits bedeuten. Eine solche Regel gehört zum Datentyp.

Ganze Zahlen, auch negative

Für Temperaturen wie −5 braucht man ganze Zahlen mit Vorzeichen. Dafür verwenden wir Integer im Zweierkomplement. Die Bitfolge legt fest, welche ganze Zahl gemeint ist.

Bruchteile und verschiedene Grössen

Messwerte wie 0.25 oder 125000.5 haben Nachkommastellen. Ein Gleitkommaformat wie binary32 speichert die Ziffern einer Zahl und zusätzlich, wo ihr Binärkomma liegt.

Dasselbe Bitmuster kann je nach Regel verschiedene Werte bedeuten. Beim folgenden Beispiel ergeben die beiden Integer-Regeln denselben Wert, weil die Zahl positiv ist; die Gleitkommaregel ergibt einen anderen:

00111111 10000000 00000000 00000000
als vorzeichenloser Integer1 065 353 216
als 32-Bit-Integer1 065 353 216
als IEEE-754 binary321.0

Integer: ganze Zahlen

Bei 8 Bit kann 11111111 ohne Vorzeichen 255 bedeuten. Mit der Zweierkomplement-Regel bedeutet es dagegen −1.

8 Bit im Zweierkomplement: −1

binary32: Gleitkommazahlen

32 Bit werden in drei Felder aufgeteilt: Vorzeichen, Exponent und Ziffern. Damit lassen sich viele Zahlen mit Nachkommastellen speichern.

0 | 01111111 | 000…0 = 1.0
Byte 300111111Byte 210000000Byte 100000000Byte 000000000

Merksatz: Ein Datentyp ist eine Interpretationsregel für ein Bitmuster. Er bestimmt Wertebereich, Rechenoperationen und Speicherbedarf.